Der ADFC Bayern heute – ein starker Verband für die Verkehrswende - ADFC Bayern

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Bayern e. V.

Das Vorstandsteam des ADFC Bayern

Das Vorstandsteam des ADFC Bayern © ADFC Bayern

Der ADFC Bayern heute – ein starker Verband für die Verkehrswende

Seit seiner Gründung im Jahr 1990 hat sich der ADFC Bayern zu einer der zentralen zivilgesellschaftlichen Organisationen und treibenden Kraft für Radverkehr und nachhaltige Mobilität im Freistaat entwickelt.

Mit inzwischen fast 35.000 Mitgliedern und mehr als 40 Kreis- sowie zahlreichen Ortsverbänden ist der Verband landesweit aktiv und im größten Flächenland Deutschlands in vielen Regionen aktiv vertreten.

Politische Schlagkraft: Vom Radentscheid bis zur Gesetzesinitiative

Mit großem Einsatz setzt sich der ADFC Bayern für bessere Bedingungen im Radverkehr ein. Ein entscheidender Meilenstein dieses Engagements war das Volksbegehren Radentscheid Bayern, das der ADFC Bayern 2022 zusammen mit anderen Verbänden und kommunalen Radentscheid-Initiativen initiiert hat. Durch das Volksbegehren sollte im Freistaat endlich der fehlende Rahmen für eine echte Radverkehrsförderung geschaffen werden. Der Radentscheid rückte das Thema Fahrradpolitik in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte und hat den Boden dafür bereitet, dass in Bayern 2023 das Bayerische Radgesetz verabschiedet wurde - obwohl dies von der Staatregierung zuvor fünf Jahre lang abgelehnt worden war. Auch die Verdopplung des staatlichen Radverkehrsbudgets und dass nun beim Ausbau des Alltagsradwegenetzes konkrete Ziele verfolgt werden, sind Fortschritte dieser Entwicklung. Sie zeigen, wie wirksam zivilgesellschaftliches Engagement sein kann.

Darüber hinaus engagiert sich der Verband in verschiedenen fachpolitischen Themen und Prozessen, z.B. in der Verkehrssicherheit beim Überholabstand. Wo es um sicheres und gerechtes Miteinander im Verkehr geht, ist der ADFC Bayern eine feste Stimme.

Engagement im Radtourismus

Der ADFC Bayern engagiert sich neben der Verkehrspolitik auch im Radtourismus. Mit der ADFC-Marke Bett+Bike, die 2025 bundesweit ihr 30-jähriges Jubiläum feiert, werden Unterkünfte ausgezeichnet, die besondere Standards für Radreisende erfüllen und diese herzlich willkommen heißen. Über 5.900 Betriebe in Deutschland und weiteren Ländern tragen mittlerweile dieses Gütesiegel. In vielen Regionen Bayerns organisieren die ADFC-Kreisverbände geführte Radtouren mit ausgebildeten TourGuides, die Interessierten sicheres und gemeinschaftliches Radfahren ermöglichen. Darüber hinaus zeichnet der ADFC Bayern mit dem Award „Das Goldene Pedal“ regelmäßig Projekte aus, die den Radtourismus in Bayern voranbringen. Auch zur Qualität touristischer Radrouten trägt der Verband bei. Unter den vom ADFC ausgezeichneten Qualitätsradrouten verlaufen allein sechs durch Bayern, auch zwei RadReiseRegionen liegen im Freistaat.

Starke Partner: Zusammenarbeit mit der AGFK Bayern

Seit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) im Jahr 2012 arbeitet der ADFC Bayern eng mit dieser zusammen. Formate wie die landesweiten Fachtagungen, die zunächst vom ADFC Bayern durchgeführt worden waren, veranstaltet heute die AGFK Bayern in Kooperation mit dem ADFC Bayern. Die gemeinsame Arbeit zeigt, wie Verbände und Fachgemeinschaften mit gemeinsamen Zielen und vereinter Expertise Synergien nutzen, um kommunale Radverkehrskonzepte zu fördern und Fahrradfreundlichkeit in Stadt und Land spürbar voranzubringen.

Generationswechsel und neue Strukturen im Ehrenamt

Der ADFC Bayern hat in den vergangenen Jahren einen erfolgreichen Generationswechsel im Ehrenamt vollzogen. Neue, jüngere Vorstandsmitglieder führen heute den Verband – nach wie vor rein ehrenamtlich und mit frischen Perspektiven, zeitgemäßen Arbeitsweisen und hohem Engagement. Der wachsende Anteil von Frauen in Führungs- und Schlüsselpositionen ist ein deutlicher Schritt zu mehr Vielfalt und zeigt ein Führungsbild, das zu einer offenen, zukunftsorientierten Mobilitätsbewegung passt.

Nach dreieinhalb Jahrzehnten Einsatz für sicheres, faires und klimafreundliches Radfahren in Bayern entsteht dabei nun etwas Neues: der Junge ADFC Bayern. Hier bringen junge Menschen ihre Ideen ein, planen Aktionen und gestalten aktiv die Zukunft des Radfahrens. Ihre Energie und Kreativität geben dem Verband neuen Schwung. Damit dieses neue Kapitel kraftvoll und dynamisch wachsen kann, ist der Verband auf Unterstützung in Form von Spenden angewiesen.

Bedeutung für Bayern

Durch Fachgespräche, Stellungnahmen und Mitarbeit in Gremien bringt der Verband praktische Expertise in die Mobilitätspolitik des Freistaats ein. Dabei ist er heute ein gefragter Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Der Antrieb dafür ist stets der gleiche: die Rahmenbedingungen für sicheren, komfortablen und alltagstauglichen Radverkehr für ALLE in Bayern nachhaltig zu verbessern. 

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