Auf Tour auf dem Donau Radweg

Auf Tour auf dem Donau Radweg © ADFC | Dirk Schmidt

ADFC-Qualitätsradrouten

 

Der ADFC klassifiziert Radfernwege und vergibt für ihre Qualität Sterne. Bis zu fünf Sterne sind möglich, je höher ihre Zahl, desto mehr Qualität wird Radreisenden auf der Strecke geboten. Mehr zu den ADFC-Qualitätsradrouten erfahren Sie hier.

 

Seit Jahren verzeichnet der Radtourismus eine kontinuierlich steigende Nachfrage. Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen Radurlaub und stellen zunehmend Ansprüche an die Qualität der Route und des Angebotes vor Ort. Mit Blick auf die Vielzahl von Radfernwegen in Deutschland wird es daher immer wichtiger, die radtouristische Infrastruktur an die Bedürfnisse der Radtouristen anzupassen.

Bereits im Jahr 2006 entwickelte der ADFC ein Klassifizierungssystem, das anhand objektiver Kriterien einen einheitlichen Qualitätsstandard für Radfernwege definiert. Die detaillierte Erfassung im Rahmen der Klassifizierung dient Tourismusorganisationen und Routenbetreibern als Tool für das eigene Qualitätsmanagement.

In einem mehrstufigen Prozess werden die Stärken und Schwächen des radtouristischen Produktes identifiziert und entsprechende Handlungsfelder aufgezeigt. Das bei Auszeichnung erworbene Gütesiegel kann wiederum für qualitätsorientierte Kommunikationsmaßnahmen verwendet werden.

Vorteile der Klassifizierung auf einen Blick

  • Bundesweit anerkanntes Qualitätsmanagementsystem
  • Einheitliche Qualitätskriterien und -standards
  • Tool für das radtouristische Qualitätsmanagement
  • Identifizierung von Stärken, Schwächen und Handlungsfeldern
  • Qualitätsversprechen gegenüber dem Radurlauber
  • Marketinginstrument und Wettbewerbsvorteil

Grundvoraussetzungen für eine Klassifizierung

Damit sich ein Radfernweg dem Klassifizierungsprozess zur ADFC-Qualitätsradroute unterziehen kann, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Der Radfernweg muss eine Mindestlänge von 100 km aufweisen und sich aufgrund seiner touristischen Bedeutung von lokalen Radrouten abgrenzen.
  • Der Radweg muss über einen eindeutigen Namen und ein einheitliches Logo verfügen – sowohl in der Wegweisung als auch im Marketing.
  • Der Radfernweg muss einen Qualitätsbeauftragten haben, der sich für den Zeitraum der Auszeichnung um dessen (mindestens) gleichbleibenden Qualitätsstandard kümmert.

 

Der Auszeichnungsprozess in fünf Schritten

  • Erstinformation auf adfc.de
    Einen ersten Überblick über den Ablauf der Klassifizierung, die Bewertungskriterien und die zu erwartenden Kosten liefern die Informationen und Dokumente auf dieser Seite.
  • Telefonische Erstberatung
    Bei Interesse an einer Klassifizierung nimmt der Routenbetreiber Kontakt mit dem ADFC (vertreten durch IGS – Büro Radschlag) auf. In einem ersten Vorgespräch werden die Zugangskriterien und Grundvoraussetzungen abgefragt und geprüft.
    Kontakt: IGS Ingenieurgesellschaft Stolz mbH, Niederlassung Büro Radschlag, Heinrich-Grüber-Str. 19, 12621 Berlin, Ansprechpartnerin Mandy Schwalbe-Rosenow, Tel: (0 30) 70 71 77 18 Mail: schwalbe-rosenow [at] igs-ing.de
  • Schulung eines Qualitätsbeauftragten
    Für den gesamten Radfernweg muss eine vom ADFC geschulte Person als Qualitätsbeauftragte*r bereitstehen. Diese Person ist für den Aufbau und die Sicherung eines nachhaltigen Qualitätsmanagements verantwortlich und dient als koordinierende Schnittstelle zwischen den Ansprechpartnern der Bereiche Tourismus und Infrastruktur.
  • Vor-Ort-Erhebung
    Im Anschluss an die Schulung des Qualitätsbeauftragten erfolgt die Zustandserfassung des Radfernweges durch eine Befahrung. Bei dieser Befahrung wird die Route anhand der Bewertungskriterien des ADFC untersucht.
    Für die Befahrung des Radfernweges gibt es entweder die Möglichkeit den ADFC zu beauftragen oder die Befahrung selbst durchzuführen. Im letzteren Fall wird die Befahrung durch den Qualitätsbeauftragten oder eine andere vom ADFC geschulte Person durchgeführt. Der ADFC nimmt im Anschluss an die selbst durchgeführte Befahrung eine Kontroll-Stichprobe.
  • Auszeichnung als ADFC-Qualitätsradroute
    Im Nachgang der Befahrung wird das Gesamtergebnis von bis zu 5 Sternen ermittelt. Ist der Routenbetreiber mit dem Ergebnis zufrieden, kann die Auszeichnung als ADFC-Qualitätsradroute erfolgen. Möchte der Routenbetreiber anhand der festgestellten Mängel weiter an der Verbesserung seines Angebotes arbeiten, muss er die Nachbesserungen innerhalb eines Jahres nachweisen, damit er sich mit einem verbesserten Ergebnis auszeichnen lassen kann.
    Die Auszeichnung zur ADFC-Qualitätsradroute ist für drei Jahre gültig. Während dieser Zeit sind jährliche Kontrollbefahrungen durchzuführen. 

Die Bewertungskriterien im Überblick

Die Bewertung des Radfernweges erfolgt aus Sicht der Radtourist*innen. Dabei wird der zum Erhebungszeitpunkt vorgefundene Zustand berücksichtigt. Grundlage für die Bewertung bilden acht Kriterien, die entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet werden. Aus der Summe der erreichten Punkte wird das Gesamtergebnis und die Anzahl der Sterne (1 bis 5) ermittelt, mit denen die Route ausgezeichnet wird. Eine Erläuterung der einzelnen Bewertungskriterien bietet die Übersicht im Downloadbereich.

Sind die geschulten Prüferinnen und Prüfer des ADFC auf einem Radfernweg unterwegs, nehmen sie ihn Meter für Meter unter die Lupe. Mit der Bestandsaufnahme erhalten die Verantwortlichen für die Route zusätzlich auch konkrete Hinweise, wo noch Verbesserungsbedarf besteht, um Radtouristen den besten Service zu bieten.

Das Gütesiegel ADFC-Qualitätsradroute ist gültig für drei Jahre. Entwickelt und in der Praxis getestet wurde es vom ADFC-Fachausschuss Tourismus. Welche Radfernwege aktuell das Gütesiegel tragen, finden Sie unter diesem Link.

Neben den ADFC-Qualitätsradrouten gibt es auch die ADFC-RadReiseRegionen. Hier ist eine komplette Region aus Sicht eines Radtouristen zertifiziert.

Kostenstruktur der Klassifizierung

Im Rahmen der Klassifizierung zur ADFC-Qualitätsradroute fallen folgende Kosten an:

  • Schulungskosten für den Qualitätsbeauftragten
  • Kilometerabhängige Erhebungs- bzw. Stichprobenkosten
  • Logonutzungs- und Kommunikationsgebühren

Eine detaillierte Aufschlüsselung und Erläuterung der Kosten finden Sie in der blauen Medienbox.

 

Sie möchten im Radurlaub unterwegs Top-Qualität?

Auswahl an bundesweiten ADFC-Qualitätsradrouten

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https://bayern.adfc.de/artikel/adfc-qualitaetsradrouten-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC Bayern?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, davon über 30.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    In Bayern wird der ADFC durch den Landesverband vertreten, der bayernweit und mit vielen Partnern die Interessen der Radfahrer*innen in Politik und (Tourismus)Wirtschaft vertritt.

    Regional engagieren sich fast ausschließlich Ehrenamtliche in über 40 Kreisverbänden und einer stetig zunehmenden Anzahl von Ortsgruppen für bessere Verhältnisse im Radverkehr. Darüber hinaus ist der ADFC der größte Anbieter von geführten Radtouren in Deutschland. Nahezu überall finden sie statt, angeboten vom ADFC vor Ort. Die Bandbreite der geführten Touren ist enorm. Das ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal macht sie alle sichtbar.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied? Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind. Ausführlichere Informationen finden sich hier. 

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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  • Wo bekomme ich Fahrradkarten für Bayern?

    Mit mehr als 2,8 Millionen verkauften Exemplaren gehören die ADFC Radtourenkarten weltweit zu den Bestellern unter den Fahrradkarten. Sie sind nicht nur aufgrund ihres Maßstabs (1:150.000) besonders praktisch für die Radreise. Darüber hinaus haben versierte ADFC-Scouts, die sich auf die Bedürfnisse von Radfahrern verstehen, die Strecken wortwörtlich er-fahren. Finden Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Karten im Buchhandel oder in ADFC Infoläden, aber auch direkt beim Bielefelder Verlag BVA (Tel.: 0521 595540, E-Mail: bestellung@bva-bielefeld.de) und natürlich bequem unter www.fahrrad-buecher-karten.de

    Ein besonderes Angebot für familienfreundliches Radfahren in ganz Bayern entstand mit dem „Bayernnetz für Radler“. Seit 1997 wird das Kartenmaterial kontinuierlich weiterentwickelt und erschließt alle Landesteile Bayerns. Der interaktive Kartendienst kann über http://www.bay-rad.de/radler/index.htm genutzt werden. Ergänzt wird das Angebot durch den BayernAtlas, den Kartenservice des Bayerischen Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung.

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