ADFC Bayern stärkt Jugend, Gleichberechtigung und sichere Mobilität - ADFC Bayern

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Bayern e. V.

ADFC Bayern: Delegiertenversammlung bei der Abstimmung

ADFC Bayern: Delegiertenversammlung bei der Abstimmung © ADFC Bayern

ADFC Bayern stärkt Jugend, Gleichberechtigung und sichere Mobilität

Landesversammlung in Regensburg stellt Weichen für die Gründung des Jugendverbands.

Am 9. Mai 2026 hat die Landesversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Bayern in Regensburg die Verankerung der Jugendorganisation „Junger ADFC Bayern“ in der Satzung, die Einführung einer paritätischen Doppelspitze im Vorstand, praxistaugliche Fahrradrampen an Bahnhöfen sowie Schulstraßen für sichere Schulwege mit großer Mehrheit beschlossen.

Jugendorganisation und Doppelspitze in der Satzung verankert

Die Versammlung beschloss zwei wesentliche Satzungsänderungen: Zum einen werden die Landesjugendversammlung und der Landesjugendvorstand als eigenständige Organe in der Satzung des ADFC Bayern verankert und die Jugendorganisation „Junger ADFC Bayern“ erhält einen eigenen Satzungsabschnitt. Damit wird die Jugendstruktur passend zur 2025 gegründeten Bundesjugendorganisation auf eine rechtlich verbindliche Grundlage gestellt. Zum anderen führt der Verband eine paritätische Doppelspitze ein: Zwei gleichberechtigte Vorsitzende, darunter mindestens eine Frau, leiten künftig gemeinsam den Landesvorstand. Ein Sitz im Landesvorstand wird für eine Vertretung des Landesjugendvorstands reserviert.

Eva Mahling, Vorsitzende ADFC Bayern, kommentiert: „Mit den heutigen Beschlüssen schaffen wir die strukturellen Grundlagen für einen ADFC Bayern, der modern aufgestellt ist und alle Generationen einbindet. Die paritätische Doppelspitze im Vorstand setzt ein deutliches Zeichen für Gleichberechtigung – und die Verankerung des Jungen ADFC Bayern in der Satzung macht klar: Junge Menschen gehören ins Zentrum unserer Vereinsarbeit."

Praxistaugliche und barrierefreie Rampen an Bahnhöfen gefordert

Die Delegierten beauftragten den Landesverband, im Rahmen des Bündnisses sozialverträgliche Mobilitätswende Bayern auf eine Änderung der DB-Richtlinie 81302 hinzuwirken. Die dort vorgesehenen Schieberinnen an Bahnhofstreppen sind für beladene Räder, Lastenräder und Pedelecs ungeeignet. Der ADFC Bayern fordert, diese durch partielle, in die Treppenstufen bündig eingelassene Rampen zu ersetzen. Solche Rampen ermöglichen das aufrechte Schieben von Fahrrädern, aber auch von Kinderwägen und Rollkoffern und entlasten an hochbelasteten Bahnhöfen zugleich die Aufzüge für Personen, die auf diese angewiesen sind, bzw. sind eine Alternative, wenn der Aufzug defekt ist.

Schulstraßen für sichere Schulwege in Bayern

Der ADFC Bayern wird sich auf Landesebene verstärkt für die Einführung von Schulstraßen einsetzen. Die zuständigen Staatsministerien sollen den rechtlichen Rahmen für Schulstraßen in einem offiziellen Text zusammenfassen und einen bayernweiten Schulstraßen-Leitfaden erarbeiten. Der Landesverband wird sich gemeinsam mit anderen Mobilitätsinitiativen aktiv an der Entwicklung dieses Leitfadens beteiligen. Schulstraßen, das sind temporäre Sperrungen von Straßen vor Schulen zu Schulbeginn und Schulende, sollen das gefährliche Verkehrschaos durch Elterntaxis verringern und Kindern einen sicheren, selbstständigen Schulweg ermöglichen.

Eva Mahling betont: „Kinder haben ein Recht auf einen sicheren Schulweg – zu Fuß oder mit dem Rad. Schulstraßen sind ein einfaches und wirksames Mittel. Dafür braucht es nicht erst Pilotversuche. Wo die Gefahrenlage vor Ort klar ist, muss eine Schulstraße schnell und unkompliziert eingerichtet werden können."

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Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit über 240.000 Mitgliedern, davon mehr als 34.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

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