Katja Bode, München
Sprecherin des Frauennetzwerks

Radln ist geil, weil es Unabhängigkeit bedeutet. Ich fühle mich in wenigen Situationen so frei wie auf dem Fahrrad.
Ich fahre …
Einen Allrounder, der mich sowohl in der Stadt als auch bei Touren zuverlässig begleitet; außerdem ein IsoJopo, weil ich mich in diese coolen „Jedermann“-Fahrräder in Finnland total verknallt hab.
Wenn ich die Familie besuche, wartet dort auf mich meine treue Rosi(nante), ein 26-Zoll-Diamant-Rad, mit dem meine Mutter mich und mein Geschwisti bereits in die Krippe gefahren hat und das ich immer noch heiß und innig liebe.
Ich bin Fahrradaktivistin, weil
wir einfach mehr davon brauchen, auch mit Betonung auf AktivistINNEN. Wir können das alles, haben unglaublich viel Wissen und Erfahrung, trauen uns aber oft trotzdem nicht oder lassen uns verunsichern. Ich möchte gerne andere Frauen inspirieren, sich ebenfalls einzubringen und ihren Platz einzufordern. Das Fahrrad ist für mich das schönste und beste Fortbewegungsmittel überhaupt – flexibel, empowernd, sozialverträglich und umweltfreundlich. Also einfach ringsum zukunftsträchtig. Verkehrswende nur mit Technologieoffenheit? Wir haben diese Technologien bereits seit über 100 Jahren!
Was muss sich ändern, damit noch mehr Frauen Fahrradfahren?
Radfahren muss überall Spaß machen. Dafür brauchen wir sichere, komfortable und fehlerverzeihende Infrastruktur und auch eine kleine (manchmal aber auch größere) Radvolution in den Köpfen. Es muss selbstverständlich und bequem werden, multimodal, z.B. mit Rad und Zug, von A nach B zu kommen. Das Fahrrad muss eine echte Wahlmöglichkeit für alle sein, egal ob in der Großstadt oder im ländlichen Raum.