Radfahren zur Schule

Radfahren zur Schule © ADFC I Gerhard Westrich

ADFC, BN und VCD: Vielfältige lokale Aktionen für eine rasche Mobilitätswende

 

Anlässlich der vom 16.-22. September stattfindenden Europäischen Mobilitätswoche fordern ADFC Bayern, BUND Naturschutz in Bayern und VCD Bayern ein grundsätzliches Umdenken in der Verkehrspolitik.

 

Die Verbände fordern die bayerische Staatsregierung auf, endlich die dringend notwendige Mobilitätswende einzuleiten. An vielen Orten in ganz Bayern beteiligen sich lokale Gruppen der Verbände an Aktionen, wie dem Parking Day am 18.09., der Kidical Mass am 19. und 20.09. und weiteren Fahrrad-Aktionen.

„Aus Gründen des Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes brauchen wir dringend eine echte Mobilitätswende mit einer drastischen Reduktion des Autoverkehrs. Damit das gelingt, muss der Straßenraum in unseren Städten zugunsten umweltfreundlicher Verkehrsmittel und mehr Grünflächen neu verteilt werden. Genau das fordern Gruppen des BUND Naturschutz in den kommenden Tagen an vielen Orten in ganz Bayern mit Aktionen zum Parking Day und Fahrrad-Aktionen. Die Reaktion der bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer auf das Urteil zu den Berliner Pop-Up-Radwegen macht einmal mehr deutlich, dass die CSU-geführte bayerische Staatsregierung an einer echten Mobilitätswende keinerlei Interesse hat. Das ist klima- und umweltpolitisch fatal“, so Laura Weis, Referentin für das Projekt alternative urbane Mobilität beim BUND Naturschutz in Bayern.

„Die so dringend notwendige Verkehrswende gelingt nur mit enormen Verbesserungen der Infrastruktur für den Fuß- und Radverkehr, die jeder für sich mehr Platz brauchen. Hierfür fordern wir durchgängig sichere und komfortable Radwege und Kreuzungen, anstelle der heute üblichen engen gemeinsamen Geh- und Radwege. Weil verbindliche rechtliche Vorgaben für Kommunen fehlen, bleibt es bislang jedem Landkreis, jeder Stadt und jeder Gemeinde selbst überlassen, ob und wie sie den Radverkehr verbessert. Deshalb fordern wir ein Rad-Gesetz für Bayern! Dieses scheitert bisher allein an der CSU in der bayerischen Staatsregierung. An diesem Wochenende fordern bayern- und deutschlandweit Eltern und Kinder bei der Kidical Mass mehr Platz fürs Rad und mehr Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmenden. Denn insbesondere für Kinder und Jugendliche auf dem Rad sind die Bedingungen extrem unangenehm und unsicher. Das gab auch eine deutliche Mehrheit der Befragten beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test an“, sagt Bernadette Felsch, Landesvorsitzenden des ADFC Bayern.

"Der Parking Day zeigt, wie schön es ist, wenn die Straßen wieder den Menschen gehören. Bereits die geparkten Autos rauben der Gesellschaft große Flächen. Ein parkendes Fahrzeug benötigt 15 m² Fläche. Aber auf 15 m² passen auch: Ein Tisch und Stühle, eine Topfpflanze, ein Liegestuhl, ein kleiner Park. Am internationalen Parking Day am 18. September verwandeln engagierte Bürgerinnen und Bürger viele Parkplätze in solche kleinen Parks. Was am Parking Day stundenweise auf kleinen Flächen geht, wollen wir zum Standard machen: Leben, Geselligkeit und mehr Grün in allen Straßen. Wir wollen die Straßen für die Menschen zurückerobern. Deswegen gibt es am Parking Day Aktionen in vielen bayerischen Städten", sagt Bernd Sluka, Vorsitzender des VCD Bayern.
 

Weiterführende Informationen

Mehr Informationen zur Europäischen Mobilitätswoche: https://www.umweltbundesamt.de/europaeische-mobilitaetswoche

Mehr Informationen zu Aktionen von Orts- und Kreisgruppen des BUND Naturschutz in Bayern unter: https://www.bund-naturschutz.de/termine/andere.html

Mehr Informationen zu den bundesweiten Kidical-Mass-Aktionen: https://kinderaufsrad.org


Pressekontakte

Laura Ganswindt, Pressesprecherin ADFC Bayern, Tel. 089 / 9090 02519, E-Mail: presse@adfc-bayern.de

Laura Weis, Referentin für das Projekt alternative urbane Mobilität beim BUND Naturschutz in Bayern, Tel.: 089 / 5482 9888, E-Mail: Laura.Weis@bund-naturschutz.de

Bernd Sluka, Landesvorsitzender VCD Bayern, Tel. privat 0176 / 42063287, E-Mail: bernd.sluka@vcd-bayern.de

 


https://bayern.adfc.de/pressemitteilung/adfc-bn-und-vcd-vielfaeltige-lokale-aktionen-fuer-eine-rasche-mobilitaetswende

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC Bayern?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 185.000 Mitgliedern, davon über 29.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    In Bayern wird der ADFC durch den Landesverband vertreten, der bayernweit und mit vielen Partnern die Interessen der Radfahrer*innen in Politik und (Tourismus)Wirtschaft vertritt.

    Regional engagieren sich fast ausschließlich Ehrenamtliche in über 40 Kreisverbänden und einer stetig zunehmenden Anzahl von Ortsgruppen für bessere Verhältnisse im Radverkehr. Darüber hinaus ist der ADFC der größte Anbieter von geführten Radtouren in Deutschland. Nahezu überall finden sie statt, angeboten vom ADFC vor Ort. Die Bandbreite der geführten Touren ist enorm. Das ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal macht sie alle sichtbar.

     

     

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied? Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind. Ausführlichere Informationen finden sich hier.

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.

    Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

    Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs. Weitere Tipps, wie Sie zu Ihrer und der Sicherheit anderer beitragen, finden Sie hier.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. Mehr Informationen bekommen Sie hier.

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können. Allein in Bayern gibt es 10 Radrouten und RadReiseRegionen mit ADFC-Siegel.

    Mehr Informationen zu den Bewertungskriterien unserer Radtouren erhalten Sie im Menüpunkt Auf Tour.

  • Wo bekomme ich Fahrradkarten für Bayern?

    Mit mehr als 2,8 Millionen verkauften Exemplaren gehören die ADFC Radtourenkarten weltweit zu den Bestellern unter den Fahrradkarten. Sie sind nicht nur aufgrund ihres Maßstabs (1:150.000) besonders praktisch für die Radreise. Darüber hinaus haben versierte ADFC-Scouts, die sich auf die Bedürfnisse von Radfahrern verstehen, die Strecken wortwörtlich er-fahren. Finden Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Karten im Buchhandel oder in ADFC Infoläden, aber auch direkt beim Bielefelder Verlag BVA (Tel.: 0521 595540, E-Mail: bestellung@bva-bielefeld.de) und natürlich bequem unter www.fahrrad-buecher-karten.de

    Ein besonderes Angebot für familienfreundliches Radfahren in ganz Bayern entstand mit dem „Bayernnetz für Radler“. Seit 1997 wird das Kartenmaterial kontinuierlich weiterentwickelt und erschließt alle Landesteile Bayerns. Der interaktive Kartendienst kann über http://www.bay-rad.de/radler/index.htm genutzt werden. Ergänzt wird das Angebot durch den BayernAtlas, den Kartenservice des Bayerischen Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung.

     

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