Österreichisches Barometer zum Reiseverhalten

 

Österreichische Fachleute erwarten auch 2021 ein stark verändertes Reiseverhalten mit weniger Flugreisen und Kreuzfahrten, dafür gewinnt aber der Radtourismus langfristig an Bedeutung hinzu. Das zeigen die Ergebnisse des VCÖ-Barometers.

 

Bedeutung des Radtourismus steigt langfristig an.
Bedeutung des Radtourismus steigt langfristig an. © ADFC/April Agentur

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat eine Umfrage unter Fachleuten aus Forschung, Wissenschaft, Verwaltung, Interessensvertretungen und Zivilgesellschaft gemacht und nachgefragt, wie sich das Reiseverhalten unter Einfluss der SARS-Cov-2-Pandemie verändern wird.

Anstieg beim Radtourismus erwartet

Die Fachleute gehen davon aus, dass es auch im nächsten Jahr mehr Urlaubsreisen im Inland und deutlich weniger Reisen außerhalb Europas geben wird. Je 78 Prozent der Fachleute rechnen 2021 mit weniger Kreuzfahrten und Flugreisen. 81 Prozent erwarten einen Anstieg beim Radtourismus. 73 Prozent erwarten mehr Urlaubsfahrten mit dem Auto und 50 Prozent mehr Zug- bzw. Nachtzugreisen.

Das VCÖ-Barometer zeigt, dass Dreiviertel der Expert*innen damit rechnen, dass der Radtourismus in Österreich langfristig an Bedeutung gewinnen wird. Viele Österreicher*innen hätten in den vergangenen Monaten das Radfahren für sich entdeckt. Das Potenzial für den Radtourismus sei groß und sollte von den Tourismusregionen genutzt werden. Im nachhaltigen Qualitätstourismus stecke insgesamt eine große Chance für Österreichs Tourismuswirtschaft, heißt es beim VCÖ.

Mehr Inlandsreisen und in Nachbarländer

Weiteres Ergebnis des VCÖ-Barometers: 86 Prozent erwarten auch für das kommende Jahr mehr Urlaubsreisen im Inland, 75 Prozent prognostizieren längerfristig ein verstärktes Reisen im eigenen Land bzw. im benachbarten Ausland.

Für das Jahr 2021 rechnen 50 Prozent damit, dass Österreicher*innen weniger Reisen innerhalb Europas machen werden als vor der Pandemie und 86 Prozent rechnen mit einem deutlichen Rückgang bei den Reisen außerhalb Europas.

Ausbau der Radinfrastruktur für Tourismus wichtig

Regulierung und finanzielle Maßnahmen halten die meisten Fachleute (94 %) für am wirksamsten, damit das Reiseverhalten der Österreicher*innen langfristig klimaverträglicher wird. Jeder Dritte hält den Ausbau der touristischen Fahrrad-Infrastruktur für sehr wichtig.

Ohne Lenkungsmaßnahmen rechnen 79 Prozent der Fachleute damit, dass bereits 2025 der Flugverkehr das Niveau von 2019 erreicht. Nur neun Prozent denken, dass hier der Peak 2019 erreicht wurde. 84 Prozent rechnen damit, dass das Reisebedürfnis durch die Pandemie nur 2020/2021 gedämpft werden wird.

 


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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind. Ausführlichere Informationen finden sich hier.

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.

    Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

    Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs. Weitere Tipps, wie Sie zu Ihrer und der Sicherheit anderer beitragen, finden Sie hier.

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. Mehr Informationen bekommen Sie hier.

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können. Allein in Bayern gibt es 10 Radrouten und RadReiseRegionen mit ADFC-Siegel.

    Mehr Informationen zu den Bewertungskriterien unserer Radtouren erhalten Sie im Menüpunkt Auf Tour.

  • Wo bekomme ich Fahrradkarten für Bayern?

    Mit mehr als 2,8 Millionen verkauften Exemplaren gehören die ADFC Radtourenkarten weltweit zu den Bestellern unter den Fahrradkarten. Sie sind nicht nur aufgrund ihres Maßstabs (1:150.000) besonders praktisch für die Radreise. Darüber hinaus haben versierte ADFC-Scouts, die sich auf die Bedürfnisse von Radfahrern verstehen, die Strecken wortwörtlich er-fahren. Finden Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Karten im Buchhandel oder in ADFC Infoläden, aber auch direkt beim Bielefelder Verlag BVA (Tel.: 0521 595540, E-Mail: bestellung@bva-bielefeld.de) und natürlich bequem unter www.fahrrad-buecher-karten.de

    Ein besonderes Angebot für familienfreundliches Radfahren in ganz Bayern entstand mit dem „Bayernnetz für Radler“. Seit 1997 wird das Kartenmaterial kontinuierlich weiterentwickelt und erschließt alle Landesteile Bayerns. Der interaktive Kartendienst kann über http://www.bay-rad.de/radler/index.htm genutzt werden. Ergänzt wird das Angebot durch den BayernAtlas, den Kartenservice des Bayerischen Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung.

     

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